• Die sanften Hügel des Naturparks Föhrenberge erstrahlen im warmen Licht der Abendsonne, während bunte Wildblumen das grüne Gras schmücken. Ein Gefühl von Ruhe und Freiheit durchzieht die Luft, perfekt für einen entspannten Sommerabend in der Natur.
    ©© Naturparke Niederösterreich/Robert Herbst

Fakten zum Naturpark Föhrenberge

Der Naturpark Föhrenberge zählt zu den besonderen Natur- und Erholungsräumen des Wienerwaldes. Sanfte Hügel, steile Felswände, lichte Föhrenwälder,  kühle Laubwälder, artenreiche bunt blühende Trockenrasen und Wiesen, reich strukturierte Weingärten formen hier eine charakteristische Natur- und Kulturlandschaft, die zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum bietet. Gleichzeitig ist der Naturpark ein Ort, an die Menschen aus der Region genauso wie Besucher:innen die Natur bewusst erleben, verstehen und genießen können.

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    Naturpark in Hektar
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Die sanften Hügel der Weinregion sind in warmen Herbsttönen getaucht, während die Reben in voller Pracht stehen. Einladende Weinstände und fröhliche Gesichter versprechen genussvolle Stunden bei der Weinherbst-Veranstaltung. Hier wird die Tradition des Weinbaus lebendig und lädt zum Verweilen ein.
©© Wienerwald Tourismus GmbH/Christian Dusek

6.600 Hektar Naturpark

Der 6.600 Hektar große Naturpark Föhrenberge lebt von seinen Gegensätzen und Übergängen: Sanfte Hügel treffen auf steile Hänge und schroffe Felswände wie in der Mödlinger Klause, sonnengeprägte Lebensräume wie die Trockenrasen der Hutweiden, die weitläufige Weinbaulandschaft mit Steinriegeln und Böschungen, lichte Schwarzföhren- und Eichenwälder treffen auf kühle feuchte Waldgräben mit Buchenwäldern. Gemeinsam bilden sie eine außergewöhnlich vielfältige Landschaft und schaffen ein eng verzahntes Mosaik an Lebensräumen.

Die heutige Vielfalt ist kein Zufall: Sie ist das Ergebnis eines über Jahrtausende gewachsenen Zusammenspiels von Natur und menschlicher Nutzung. Traditionelle Landwirtschaft wie Weinbau, extensive Beweidung und Wiesenmahd haben diese wertvolle Kulturlandschaft geformt. Heute setzt sich der Naturpark gezielt dafür ein, diese Lebensräume zu bewahren und behutsam weiterzuentwickeln. Gleichzeitig eröffnet die Region vielfältige Möglichkeiten, Natur bewusst zu erleben, zur Ruhe zu kommen und nachhaltige Erholung zu finden.

Gelber Lein (Linum flavum), Krainer Widderchen (Zygaena carniolica)
©LPV/I. Drozdowski

Mehr als 1.200 Schmetterlingsarten

Alleine auf der Perchtoldsdorfer Heide, einem Hotspot der biologischen Vielfalt im Naturpark Föhrenberge wurden über 1.200 Schmetterlingsarten nachgewiesen – ein beeindruckender Anteil der rund 4.000 in Österreich vorkommenden Arten.  Diese Zahl verdeutlicht die hohe ökologische Qualität der Lebensräume, denn Schmetterlinge reagieren besonders sensibel auf Veränderungen und gelten als wichtige Indikatoren für intakte Natur.

Vor allem sonnige Trockenrasen, Magerwiesen und Hügelkuppen bieten ideale Bedingungen: Hier finden die Falter Nektar, geeignete Plätze zur Eiablage und Futterpflanzen für ihre Raupen. Durch gezielte Pflege, Beweidung und Naturschutzmaßnahmen wird versucht, diese empfindlichen Lebensräume zu erhalten und weiterzuentwickeln – als Lebensraum für zahlreiche spezialisierte Arten und als Naturerlebnis für Besucher:innen.

©© Niederösterreich Werbung/Hauke Dressler

11 Naturpark-Gemeinden

Von Kaltenleutgeben bis Gumpoldskirchen, von Mödling bis in die Gemeinde Wienerwald erstreckt sich der Naturpark Föhrenberge über elf engagierte Naturpark-Gemeinden.  Mit rund 85.000 Einwohner:innen zählt der Naturpark zu den bevölkerungsreichsten Naturparken Österreichs. Umso bedeutender ist die enge Zusammenarbeit der Gemeinden: Sie bildet die Grundlage für die Entwicklung des Naturparks und ermöglicht gemeinsame Projekte in den Bereichen Naturschutz, Umweltbildung, nachhaltiger Tourismus und regionale Entwicklung. Ein sichtbares Zeichen dieser Kooperation ist die 2025 unterzeichnete Naturpark-Charta, die das gemeinsame Engagement für den Schutz und die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Region unterstreicht.

Naturpark-Gemeinden mit Anteil an der Naturpark-Flächen sind Kaltenleutgeben, Perchtoldsdorf, Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf, Gießhübl, Hinterbrühl, Mödling, Gumpoldskirchen, Guntramsdorf, Wienerwald und Gaaden. Fünf weitere Gemeinden der Umgebung - Laab im Walde, Achau, Biedermannsdorf, Vösendorf und Wiener Neudorf sind ebenfalls Mitglied im Naturpark. Alle Gemeinden gemeinsam tragen dazu bei, die Naturparkregion als wertvollen Lebensraum für Natur und Mensch zu erhalten.

In der goldenen Herbstsonne schlendern fröhliche Besucher durch die malerischen Weinberge, umgeben von leuchtend bunten Blättern. Der Duft von frischem Wein und die herzliche Atmosphäre laden dazu ein, die regionalen Köstlichkeiten zu genießen und die Schönheit der Natur zu erleben.
©© Wienerwald Tourismus GmbH/Christian Dusek

Mehr als 84.000 Einwohner:innen

Mit seinen mehr als 84.000 Einwohner:innen steht der Naturpark auch vor einer großen Herausforderung: Wie kann der Nutzungsdruck der Menschen mit dem Schutz und der langfristigen Erhaltung der Natur vereint werden? 
Jeder Spaziergang, jede Mountainbiketour und jede Freizeitaktivität der Bevölkerung hat auch Einfluss auf den Naturraum. Gleichzeitig bietet der Naturpark diesen Menschen eine wertvolle Auszeit und Erholung somit körperliche und seelische Gesundheit, Bildungschancen und die Möglichkeit, die Artenvielfalt hautnah zu erleben. Die Balance zwischen schonender, verantwortungsbewusster Nutzung und dem Erhalt artenreicher Natur- und Kulturlandschaften - auch als Lebensgrundlage der Menschen - erfordert daher eine sorgfältige Planung und Besucherlenkung, nachhaltige Angebote und ein intensive Bewusstseinsbildung für die Verantwortung gegenüber Flora, Fauna und historischen Landschaften bei jung und alt.