Kleine Forscher:innen ganz groß – unterwegs auf der Gießhübler Heide
Gemeinsam mit jungen, neugierigen Forscher:innen des Naturpark-Kindergarten Gießhübl ging es in den letzten Wochen bei strahlendem Sonnenschein hinaus auf die Gießhübler Heide – auf Entdeckungsreise in eine Landschaft voller Leben.
Schon am Weg hinauf warteten die ersten spannenden Begegnungen: Die Schafe von Christa Veits grasten friedlich auf der Heide. Schnell wurde klar – sie sind weit mehr als nur Besucher:innen auf vier Beinen. Als „fleißige Landschaftspfleger“ sorgen sie dafür, dass die wertvolle Trockenrasenlandschaft offen bleibt. Warum gerade Schafe die besten „Rasenmäher“ der Heide sind, wurde gemeinsam erkundet und mit vielen Aha-Momenten verstanden.
Ein weiteres Naturjuwel ließ nicht lange auf sich warten: die Schwarzföhre (Pinus nigra) – der charakteristische Baum der Region und prägend für den Naturpark Föhrenberge.
Oben angekommen tauchten die Kinder spielerisch in die Geschichte der Gießhübler Heide ein. Eine Zeitreise führte zurück bis in die Eiszeit vor rund 20.000 Jahren: Mammuts, die hier einst grasten, gefrorene Böden, die das Wachstum von Bäumen erschwerten, und eine Landschaft, die sich über Jahrtausende entwickelte. Nach den großen Säugetieren der Vergangenheit übernahmen später Weidetiere des Menschen diese Rolle. So entstand und blieb der Trockenrasen – ein wertvoller Lebensraum mit beeindruckender Artenvielfalt.
Heute braucht es dafür wieder Unterstützung: Schafe und viele engagierte Hände helfen mit, dieses besondere Naturjuwel zu bewahren.
Gut vorbereitet starteten die jungen Entdecker:innen in die Welt der Insekten. Mit anschaulichem Material wurde gemeinsam erforscht, was ein Insekt eigentlich ausmacht – und warum die Spinne nicht dazugehört. Beine wurden gezählt, Fühler verglichen und Körperformen genau unter die Lupe genommen.
Und weil Insekten selten stillsitzen, wurde ihr Verhalten gleich selbst ausprobiert: In einem Bewegungsspiel hüpften, krabbelten und flatterten die Kinder wie Heuschrecken, Käfer & Co. – ein Erlebnis mit viel Spaß und Bewegung.
Dann ging es endlich los: Ausgestattet mit Becherlupen machten sich die jungen Forscher:innen auf die Suche nach Insekten. Schon bald wurden die ersten Entdeckungen gemacht – und die Begeisterung war groß!
Zu beobachten gab es unter anderem:
Furchenbienen (Lasioglossum), die geschäftig in ihre Erdlöcher ein- und ausflogen,
Feldwespen (Polistinae), Waldameisen (Formica rufa),
Wolfspinnen (Lycosidae), Waldmistkäfer (Anoplotrupes stercorosus)
sowie zahlreiche junge Lang- und Kurzfühlerheuschrecken.
Nach der erfolgreichen Suche wurden die Tiere gemeinsam beobachtet und spannende Fakten sowie Geschichten zu ihnen erzählt.
Ein rundum gelungener Auftakt in die Naturpark-Bildungsprogramme – voller Neugier, Begeisterung und echter Naturerlebnisse.