Verein Naturparke NÖ vernetzen Bildungseinrichtungen: „Vernetzt!26" im Landhaus St. Pölten
Rund 70 Pädagoginnen und Pädagogen aus Naturpark-Schulen, -Kindergärten und -Horten aus ganz Niederösterreich kamen am 25. Februar im Landhaus St. Pölten zusammen. Beim jährlichen Vernetzungstreffen „Vernetzt!26 – Von Gewinnern und Verlierern des Klimawandels" des Vereins der Naturparke Niederösterreich stand im Mittelpunkt, wie Themen rund um Natur, Klimawandel und Biodiversität praxisnah in den Bildungsalltag integriert werden können. Auch der Naturpark Föhrenberge war vertreten: Naturpädagogin Sarah Leischner (Landschaftspflegeverein für den Naturpark Föhrenberge) nahm gemeinsam mit Birgit Obermann von der Naturpark-Schule Volksschule Gumpoldskirchen für den Naturpark teil.
Wer profitiert vom Klimawandel – und wer gerät unter Druck?
Im Ostarrichisaal des Landhauses widmete sich die Veranstaltung aktuellen Fragen, die auch in Niederösterreichs Regionen zunehmend spürbar werden: Wie verändert der Klimawandel unsere Lebensräume? Welche Tier- und Pflanzenarten können sich anpassen, welche geraten unter Druck? Und wie lassen sich diese Entwicklungen altersgerecht im Unterricht oder im Kindergartenalltag vermitteln?
Den inhaltlichen Auftakt bildete ein Vortrag von Gerald Pfiffinger vom Umweltdachverband, der anschaulich erklärte, wie sich der Klimawandel auf unterschiedliche Tierarten auswirkt – und warum manche zu „Gewinnern", andere zu „Verlierern" dieser Veränderungen werden.
Anschließend konnten die Teilnehmenden selbst aktiv werden: In einer interaktiven Übung von Katja Weierer (Naturpark Ötscher Tormäuer) arbeiteten sie in Kleingruppen zu verschiedenen Tierarten, etwa Käfern, Vögeln, Schmetterlingen oder Reptilien. Mithilfe von Informationsmaterialien wurde erarbeitet, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die jeweiligen Arten hat, welche Überlebensstrategien sie besitzen und ob sie eher zu den Gewinnern oder Verlierern zählen. Die Tierarten wurden dabei paarweise betrachtet – etwa zwei Vertreter einer Tiergruppe, von denen einer vom Klimawandel profitiert, während der andere stärker unter Druck gerät. Eine spannende Methode, die auch in Naturpark-Schulen eingesetzt werden kann.
Neue Impulse für Umweltbildung
Weitere Einblicke bot Lisa Krendl von Umwelt.Wissen, die das Netzwerk und seine Angebote für Bildungseinrichtungen vorstellte. Naturpark-Schulen und Naturpark-Kindergärten haben die Möglichkeit, Teil dieses Netzwerks zu werden und von vielfältigen Unterstützungsangeboten zu profitieren. Dazu gehören unter anderem Förderungen für Umweltbildungsprojekte, Beratung durch Expertinnen und Experten sowie zahlreiche Bildungsangebote aus dem Umwelt.Wissen-Katalog.
Ein weiteres Angebot stellte Bernadette Pree mit dem Magazin „Wilde Blätter" vor. Das speziell für Naturpark-Kindergärten entwickelte Heft bietet Informationen, Ideen und Inspirationen für die praktische Naturvermittlung im Kindergartenalltag.
Workshops – kreative Ideen für die Arbeit mit Kindern
Am Nachmittag vertieften die Pädagoginnen und Pädagogen ihr Wissen in verschiedenen Workshops. Während im Workshop „Vom Wintertanz bis Sommerbrummen“ die spannende Welt der Insekten im Mittelpunkt stand, gab ein weiterer Workshop Einblicke in die „Superkraft der Bäume“. Außerdem wurde das Thema „Glückspilze und Pechvögel des Klimawandels“ praxisnah vertieft und mit Methoden für die Bildungsarbeit aufbereitet.
Austausch und Vernetzung im Naturpark-Netzwerk
Neben fachlichen Impulsen bot das Treffen vor allem Raum für Austausch, neue Ideen und Vernetzung zwischen den Naturpark-Bildungseinrichtungen. Veranstaltungen wie „Vernetzt!“ stärken das gemeinsame Netzwerk und unterstützen Pädagoginnen und Pädagogen dabei, Natur- und Umweltbildung lebendig, praxisnah und regional verankert zu gestalten.